Tipps für Mieter

Von der Suche nach der richtigen Wohnung über den Mietvertrag bis hin zu Betriebskostenabrechnung und Schönheitsreparaturen – Mieter müssen einiges beachten. Bereits der Mietvertrag kann Fallen beinhalten, ganz zu schweigen von der jährlichen Betriebskostenabrechnung. Doch nicht immer ist der Mieter im Recht. Welche Rechte und Pflichten sie haben, erfahren Mieter hier.

Tipps Mieter, Foto: contrastwerkstatt

Nachwuchs, ein neuer Job in einer anderen Stadt oder die erste eigene Wohnung nach Hotel Mama –für einen Umzug kann es viele Gründe geben. Und so verschieden die Gründe sind, so unterschiedlich sind auch die Ansprüche an ein neues Heim. Wie viele Zimmer und wie viel Platz Mieter brauchen, sollten sie sich vor der eigentlichen Wohnungssuche genau überlegen.

Wohnungssuche leicht gemacht: So finden Mieter die passende Wohnung

Braucht es viel Stauraum für die grosse Plattensammlung oder muss in der neuen Wohnung auch das geliebte Klavier Platz finden? Natürlich soll die Wohnung auch den persönlichen Komfort-Vorstellungen entsprechen. Wenn sie beispielsweise einen Balkon haben soll, können Mieter dies bei der Wohnungssuche auf immowelt.ch direkt angeben.

Ist aktuell keine passende Wohnung dabei, lohnt sich für Mieter eventuell auch ein kostenloser Suchauftrag. Wird auf immowelt.de ein passendes Wohnungsangebot eingestellt, erhalten Mieter eine E-Mail und können sich direkt beim Vermieter oder Makler bewerben.

Wer sich einen Grossteil der Sucharbeit sparen will, kann auch gleich auf einen Makler zurückgreifen. Dieser sucht für Mieter eine passende Wohnung. Die Vorteile: Der Makler kennt den Immobilienmarkt, nimmt dem Wohnungssuchenden viel Arbeit ab und kennt sich mit Verträgen und der aktuellen Rechtslage aus.

Eine weitere Möglichkeit, eine Wohnung zu finden, ist die Suchanzeige. Denn auch Mieter können bei immowelt.de inserieren. Sie erreichen so Eigentümer, die gezielt nach Mietern suchen und können dabei etwa die gewünschte Wohnungsgrösse, Zimmerzahl und maximale Miethöhe angeben.
 

Wie viel Wohnung kann ich mir leisten?

Worauf Mieter bei der Wohnungssuche besonders achten, hängt nicht allein von den Vorstellungen des jeweiligen Mieters ab – sondern auch davon, ob diese realistisch und umsetzbar sind. Eine Faustregel besagt, dass Mieter für die Warmmiete nicht mehr als ein Drittel ihres Gehalts ausgeben sollten. Allerdings gibt es auch innerhalb von Städten teils grosse Unterschiede bei den Mietpreisen: Manche Viertel sind teurer als andere. Eine Wohnung in Zürich kostet bei gleicher Ausstattung in der Regel deutlich mehr als eine im Kanton Zug. Bei Immowelt können Mieter gezielt nach Wohnungen in bestimmten Stadtteilen suchen. 

Erfolgreiche Wohnungssuche: Zusage & Mietvertrag

Wohnungssuche, Mietvertrag, Foto: WavebreakmediaMicro/fotolia.com
Nach der erfolgreichen Wohnungssuche ist die Freude groß. Ihren Mietvertrag genau prüfen sollten Mieter trotzdem. Foto: WavebreakmediaMicro/fotolia.com

Ist eine passende Wohnung gefunden, heisst es zunächst abwarten. Denn natürlich muss auch der Vermieter mit seinem neuen Mieter einverstanden. Kommt die Zusage, ist die Freude gross – und dann geht alles ganz schnell. Der Vermieter legt dem Mieter einen Mietvertrag  vor.

Dieser kann prinzipiell frei formuliert sein, ist aber in der Regel ein  vorformulierter Mietvertrag. Diese Verträge sind beispielsweise bei Eigentümervereinen, aber auch im ganz normalen Bürobedarf erhältlich. Teilweise sind sie aber veraltet und enthalten daher unwirksame Klauseln.

Mieteralltag: Wissenswertes zum Mietrecht

Endlich, der Umzug ist geschafft, die Wohnung ist behaglich eingerichtet. Jetzt gilt es vor allem, Bürokratisches zu regeln. Versicherungen, Banken, eventuelle Zeitschriften-Abonnements – all das muss auf die neue Adresse umgestellt werden. Am wichtigsten ist es jedoch, sich – je nach Kanton - binnen acht bis 14 Tagen bei der neuen Heimatgemeinde anzumelden.

Nebenkosten, Abrechnung, Tipps für Mieter, Foto: contrastwerkstatt/fotolia.com
Der Vermieter darf nicht alle Posten als Nebenkosten abrechnen. Foto: contrastwerkstatt/fotolia.com

Und  auch im laufenden Mietverhältnis stellen sich Mietern viele Fragen – etwa wenn es um die Nebenkosten geht. Denn neben der Hauptmiete zahlen Mieter auch Kosten für die Heizung und unter Umständen die Reinigung des Treppenhauses und Gebühren für fliessendes Wasser. Doch nicht alle Betriebskosten dürfen auch tatsächlich über die Nebenkostenabrechnung auf den Mieter umgelegt werden. Auch die Miethöhe selbst darf der Vermieter nicht gänzlich frei bestimmen. Er muss sich dabei stets am aktuellen Referenzzinssatz orientieren.

Neuer Job, neue Liebe, neue Wohnung: der Wohnungswechsel

So wohl sich ein Mieter in seiner Wohnung fühlen mag: Lebensumstände können sich schnell ändern. Ob es nun ein neuer Job, ein neuer Lebenspartner, Nachwuchs oder eine Scheidung ist. Viele Umstände können es nötig machen, die Wohnung nach einiger Zeit erneut zu wechseln. Hierzu müssen Mieter ihren Mietvertrag zunächst kündigen. Dabei gilt es sowohl gewisse formelle Bestimmungen als auch bestimmte Fristen einzuhalten.

Umzug, Mieter, Foto: Syda Productions/fotolia.com
Nach dem Umzug ist vor dem Umzug. Eine neue Wohnung kommt schneller als so mancher Mieter denkt. Foto: Syda Productions/fotolia.com

Ist die Kündigung erfolgreich beim Vermieter eingegangen, steht nach Ablauf der Kündigungsfrist der Auszug an. Dabei verlangen Vermieter in vielen Fällen sogenannte Schönheitsreparaturen. Das bedeutet: Der Mieter soll beispielsweise die Wohnung noch vor Ende des Mietverhältnisses streichen. Wirklich wirksam sind solche Klauseln in Mietverträgen aber nur unter bestimmten Umständen. Darunter fällt unter anderem wenn der Mieter die Wohnung übermäßig abgenutzt hat und sein Kind beispielsweise die Wände vollbemalt hat. Aber auch in diesem Fall gehen die Kosten nicht komplett zu Lasten der Mieter.

Am Ende eines Mietverhältnisses findet in der Regel die sogenannte Wohnungsübergabe statt. Dabei geht der Mieter gemeinsam mit dem Vermieter durch die Wohnung und prüft, ob es irgendwo Schäden gibt, die über die übliche Abnutzung hinausgehen. Zudem werden darin die Zählerstände von Gas und Wasser notiert.

Der Umzug – vielleicht sogar ins Eigenheim

Nach der erfolgreichen Wohnungsübergabe geht es ans Zügeln– dabei gibt es viel zu organisieren. Zunächst muss der Mieter entscheiden, ob er seinen Umzug selbst organisieren oder ein Umzugsunternehmen beauftragen will. Dabei mag ein Umzug mit Freunden zwar günstiger sein, er birgt aber auch gewisse Risiken – denn wenn etwas zu Bruch geht, haftet ein privater Helfer nur dann, wenn zuvor eine entsprechende Haftungsvereinbarung aufgesetzt wird.

Umzugsunternehmen bieten dagegen einen Komplettservice, vom Packen der Kartons bis hin zum Aufstellen der Möbel in der neuen Wohnung. Dies nimmt dem Mieter nicht nur den organisatorischen Stress eines Umzugs ab – auch falls  etwas kaputt geht, steht der Mieter besser da. Denn in der Regel haftet ein Umzugsunternehmen in einem solchen Fall.

Gerade wenn die finanzielle Basis stabil ist, der Job sicher und wenn sich Nachwuchs ankündigt, überlegen sich viele Mieter, ob es nicht sinnvoller wäre, eine Wohnung oder ein Haus zu kaufen, anstatt wieder zu mieten.

Egal, ob zur Miete oder zum Kauf – wer aus einer Wohnung auszieht, muss sich meist eine neue suchen. Am Ende beginnt das Spiel mit der erneuten Wohnungssuche also von neuem.

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