Tipps zur Wohnungssuche: Mit der besten Strategie ins neue Zuhause

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Die Suche nach einer Wohnung kann sehr mühsam und auch frustrierend sein. Vor allem in den Ballungszentren stossen Wohnungssuchende auf viel Konkurrenz – preiswerte Wohnungen in guter Lage sind schnell weg. Doch mit ein paar guten Tipps zur Wohnungssuche kann jeder seine Chancen auf die Zusage vom Vermieter verbessern.

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Suchen Mieter eine neue Wohnung, müssen sie sich häufig gegen viele Mitbewerber durchsetzen. Da hilft es, mit guten Tipps zur Wohnungssuche gerüstet zu sein. Foto: iStock/BraunS

Viel Konkurrenz, wenig Angebot: Besonders in Grossstädten wie Bern oder Zürich ist die Wohnungssuche kein Wunschkonzert. Es gibt aber einige Tipps und Tricks, mit denen es Suchende trotzdem schaffen, die perfekte Wohnung zu finden und sich auch noch die Zusagen vom Makler oder Vermieter zu sichern.

Gute Vorbereitung und Kompromisse machen

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Über Eckdaten wie z.B. bevorzugte Stadtteile können sich Mietsuchende vorab leicht im Netz informieren. Foto: iStock/vgajic

Tipps zur Wohnungssuche kursieren reichlich, den ersten wichtigen Punkt vergessen jedoch viele. Startpunkt einer jeden Wohnungssuche ist eine gründliche zeitliche Planung. Denn von der Wohnungssuche bis zum Zuschlag verstreichen mitunter Wochen. Wer unnötigen Zeitdruck vermeiden möchte, weil die alte Wohnung vielleicht bereits gekündigt ist, sieht sich besser rechtzeitig nach einer neuen Bleibe um. Grundsätzlich sollten Mieter mindestens drei bis vier Monate vor dem geplanten Umzug mit der Suche beginnen.

Bereits vor der eigentlichen Suche sollten Mieter sich daher genaue Gedanken machen. Möchte ich möglichst ruhig wohnen oder zentral? Muss die Wohnung einen Balkon haben? Möchte ich ein Tageslichtbad? Suchende sollten sich bewusst werden, was sie brauchen und was sie dafür zahlen möchten. Sind 100 Quadratmeter mit Dachterrasse in der Innenstadt beim festgesetzten Budget realistisch? Gerade in Ballungszentren gilt als einer der wichtigsten Tipps zur Wohnungssuche: Mieter sollten sich darauf einstellen, ihre Erwartungen herunterschrauben zu müssen und bereit sein, Kompromisse einzugehen. Vielleicht hat die angebotene Wohnung kein Tageslichtbar, kann dafür aber mit einem kleinen Balkon und Nähe zur Arbeitsplatz punkten. Wer ein wenig flexibel ist, kann schneller fündig werden.

Eine Liste mit Wunschkriterien, geordnet nach individueller Präferenz, rundet eine gute Vorbereitung ab. Sie hilft, die Suche passgenau einzugrenzen und lässt dennoch genügend Spielraum.

Mehrere Kanäle nutzen und die Trefferquote erhöhen

Sind alle Vorbereitungen getroffen, kann die Suche starten. Mundpropaganda, Zeitungsanzeigen, Immobilienportale oder Apps: Suchende haben viele Möglichkeiten, ihre Traumwohnung zu finden. Wer gut vernetzt ist, kann mit viel Glück über Hörensagen eine Wohnung unter der Hand ergattern, schon bevor sie inseriert wird. In der Regel greifen Mietsuchende auf die üblichen Kanäle zurück. Die einfachste Möglichkeit, ein umfangreiches Angebot an Wohnungsangeboten zu erkunden, ist heute die Suche in Immobilienportalen wie immowelt.de. Hier lassen sich in der Suchmaske zahlreiche Einschränkungen eingeben: Etwa Stadtteil, Mietpreis, Quadratmeterzahl, aber auch gewünschte Ausstattungsmerkmale wie Balkon, Keller oder Stellplatz.

Statt tagtäglich alle Kanäle nach neuen Wohnungsangeboten abzugrasen, können Suchende auch selbst aktiv werden. Mit einer persönlichen Suchanzeige können sie darauf hoffen, von Vermietern oder Maklern gefunden zu werden. Diese enthält Wunschangaben zu Grösse, Lage und Markmalen der Wohnung sowie eine Kurzbeschreibung der Suchenden. Mit etwas Glück hat ein Vermieter oder Makler ein passendes Gegenstück parat.

Die richtige Kontaktaufnahme

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Mit einer freundlichen und vollständigen Anfrage per Telefon gelingt ein erster positiver Eindruck. Foto: iStock/monkeybusinessimages

Irgendwann passiert es: Die entdeckte Wohnung klingt vielversprechend, noch dazu ist die Lage ideal und der Preis stimmt. Ob die Wohnung den Vorstellungen auch in der Realität entspricht, wollen Suchende daher direkt vor Ort überprüfen.

Um einen Besichtigungstermin für die mögliche Traumimmobilie zu ergattern, müssen Interessenten mit Vermietern oder Maklern in Kontakt treten. Hier sollten Suchende berücksichtigen, dass Makler und Vermieter oft sehr viele Anfragen bekommen. Punkten kann daher, wer bereits bei der ersten Anfrage die wichtigsten Informationen mitliefert und freundlich ist. Denn die Kontaktaufnahme ist der erste Eindruck, der übermittelt wird. Mit einer vollständigen Anfrage können Suchende daher ihre Chancen auf eine Rückmeldung vom Vermieter erhöhen. Diese sollte, egal ob schriftlich oder mündlich, folgende Aspekte beinhalten:

  • Korrekte Anrede des richtigen Ansprechpartners verwenden, allgemein Floskeln wie „Sehr geehrte Damen und Herren“ lieber vermeiden
  • Konkrete Immobilie kurz benennen
  • Persönliche Anliegen beschreiben
  • Bitte um Terminvorschlag zur Besichtigung oder zum Anruf
  • Vollständigen Namen und Kontaktdaten angeben
  • Wer sich von der Masse besonders hervorheben möchte, kann ein kurzes Motivationsschreiben mit (freiwilligen) Angaben zur eigenen Person (z.B. Beruf, Gehalt, voraussichtliche Mietdauer) beifügen.

Ob die Kontaktaufnahme per Telefon oder per E-Mail erfolgt, bleibt dabei den individuellen Vorlieben überlassen. Bei schriftlichen Anfragen sollten Mieter in jedem Fall eine seriöse E-Mail-Adresse benutzen und den Text fehlerfrei und höflich formulieren.

Punkten beim Besichtigungstermin

Ist die Kontaktaufnahme geglückt und ein Termin zur Besichtigung der Traumwohnung vereinbart, steigt die Vorfreude. Wenn Wohnungssuchende die Räumlichkeiten betreten, kann es sein, dass schon mehrere Interessenten durch die Zimmer schlendern und versuchen, den Vermieter zu beeindrucken. Doch keine Sorge: Wer gut vorbereitet zum Termin erscheint, braucht die Konkurrenz nicht zu fürchten.

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Der erste Eindruck zählt – Wer gut vorbereitet zum Besichtigungstermin erscheint, ist dem Traum von neuen vier Wänden schon ein gutes Stück näher gerückt. Foto: iStock/shironosov

Jeder wird versuchen, sich als idealer Kandidat zu präsentieren, doch letztlich entscheidet der Vermieter oder Makler, wer den Zuschlag erhält. Daher möchte er potentielle Mieter kennenlernen und sich ein Bild davon machen, ob die Rahmenbedingungen passen und die berühmte Chemie stimmt. Um die eigenen Chancen zu erhöhen, können Interessenten natürlich etwas nachhelfen. Pünktlichkeit, ein gepflegtes Äusseres sowie ordentliche Kleidung gelten als selbstverständlich. Das oberste Gebot bei der Besichtigung ist aber ein Mindestmass an Höflichkeit und Anstand.

Als Ass im Ärmel lohnt es sich, eine sogenannte Bewerbermappe anzulegen, die in kompakter Form Unterlagen wie einen Steckbrief, ein Motivationsschreiben, eine Selbstauskunft, eine Schufa-Auskunft und letzte Gehaltsabrechnungen enthält. Die Bewerbermappe ist zwar freiwillig, symbolisiert jedoch bereits bei der Besichtigung ernsthaftes Interesse und kann so die Chancen auf einen Zuschlag erhöhen.

Während der Besichtigung kommen Mietsuchende in direkten Kontakt mit Makler oder Vermieter. „Ziehen Sie alleine ein?“, „Was arbeiten Sie?“, „Haben Sie ein Haustier?“ Als Interessent sollte man damit rechnen, vom Vermieter ausgefragt zu werden. Gute Vorbereitung kann hier Abhilfe schaffen. Übrigens: Alles müssen potenzielle Mieter nicht von sich preisgeben.

Link-Tipp

Fragen stellen ist grundsätzlich erlaubt, jedoch sind nicht alle Fragen rechtens. Hier gilt es zu berücksichtigen, dass Bewerber insbesondere auf persönliche Fragen seitens des Vermieters nicht wahrheitsgemäss antworten müssen: Wann Mieter lügen dürfen.

Den Kontakt mit dem Makler halten

Wenn es trotz aller Bemühungen einmal nicht mit der Traumwohnung geklappt hat, sollten Mietsuchende nicht den Kopf hängen lassen. Es kann durchaus helfen, den Vermieter oder Makler nach ähnlichen Angeboten zu fragen. Mit etwas Glück ist eine vergleichbare Wohnung direkt verfügbar. In jedem Fall ist es für Mieter empfehlenswert, den Kontakt aufrechtzuerhalten. Denn haben Suchende im Verlauf der Wohnungssuche einen positiven Eindruck hinterlassen, kann es sein, dass Makler sie bei der nächsten freien Wohnung bevorzugt berücksichtigen.

Nützliche Apps rund um die Wohnungssuche

Unterwegs spontan einen Besichtigungstermin vereinbaren, die Wohnung virtuell schon einmal einrichten und rechtliche Klauseln für die Kündigung der alten Wohnung checken – jederzeit möglich mit der passenden App. Vor allem für Menschen, die beruflich und privat viel auf Achse sind, erledigen die Wohnungssuche gerne nebenbei. Folgende Apps rund um die Wohnungssuche können Vielbeschäftigte überall mit dem Smartphone oder Tablet als praktische Helfer für zwischendurch nutzen:

Tipps zur Wohnungssuche, Gesetze, Icon: Freepik & Picol / flaticon.com

Fragen zu Mietrecht? Es kann nie schaden, bestimmte Regelungen im Obligationenrecht nachzulesen. Mit der App Schweizer Gesetzgebung (kostenpflichtig für iOS) ist das kein Problem – dank dem mobilen Nachschlagewerk rechtlicher Klauseln sind Mieter auch unterwegs gewappnet.

Tipps zur Wohnungssuche, Apps, Grundriss, Icon: Freepik & Picol / flaticon.com

Wer Inspiration sammeln und seine Wohnung schon vorab virtuell einrichten möchte, kommt nicht an der App Planer 5D (kostenlos für Android und iOS, In-App-Käufe möglich) vorbei. Erst können Nutzer einen Grundriss erstellen und danach die gesamte Wohnung planen und möblieren.

Tipps zur Wohnungssuche, ausmessen, Icon: Freepik & Picol / flaticon.com

Kein Zollstock bei der Besichtigung zur Hand? Wer eine Vorstellung von den Massen der Traumwohnung bekommen möchte, kann diese mit Apps wie Magic Plan (kostenlos für Android und iOS, In-App-Käufe möglich) bekommen. Über die Handykamera erstellt die App einen Bauplan mit sämtlichen Massen und vermisst zudem einzelne Objekte im Raum.

Wohnungssuche am liebsten überall und jederzeit? Wer viel unterwegs ist, ist mit der Immobilien-App von Immowelt (kostenlos für Android und iOS) bestens gerüstet. Umfangreiche Suchmöglichkeiten, Suchaufträge, direkte Kontaktmöglichkeiten und ein Sonnenbalkonradar als Highlight runden die Anwendung ab.

Zuletzt: Gründliche Überprüfung des Mietvertrags

Mietvertrag, Wohnungssuche Tipps, Foto: iStock/Cecilie Arcurs
Vorsicht vor Nachsicht: Wer den Mietvertrag vor der Unterschrift gründlich prüft, vermeidet unangenehme Überraschungen. Foto: iStock/Cecilie Arcurs

Egal ob klassisch oder per App – irgendwann wird jeder fündig. Die Wohnung scheint perfekt, die Vorfreude auf den Einzug steigt. Nur noch schnell den Mietvertrag unterzeichnen und dann kann es endlich losgehen. Doch Vorsicht vor einer voreiligen Unterschrift. Der Mietvertrag sollte auf jeden Fall gründlich geprüft werden, denn nicht selten verstecken sich in den Zeilen unwirksame Klauseln. Im Zweifelsfall kann es nicht schaden, den Mietvertrag gegen ein kleines Entgelt vom Fachmann prüfen zu lassen. Sind alle Fragen geklärt, können Mieter ihre Unterschrift unter den Vertrag setzen und einem angenehmen Mietverhältnis steht nichts mehr im Wege.

19.09.2017


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